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Honduras-Projekt des Gymnasium Philippinum: Honduras - Juwel der Karibik
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Honduras

Das Land, Die Menschen, Die Not

stacheldraht und pflanze

Das Land

Unser Projekt & Honduras

Honduras - Juwel der Karibik

Junge aus dem Heim
Strahlende Kindergesichter, weiße Sandstrände, ein nahezu unglaublich blaues Meer und eine sehr ursprüngliche, vielfältige Landschaft, das ist das Gesicht von Honduras, dem kleinen mittelamerikanischen Land unterhalb Mexikos, wenn man die Seiten eines Reiseführers durchblättert.
Mit der Bezeichnung Honduras’ als einen noch unentdeckten „Juwel der Karibik“ locken die Reisebüros die Urlauber, die Wege der Maya nachzugehen, in den riesigen Naturparks Affen zu beobachten oder einfach auf den Straßen, die Hüften zum Volkstanz Punta zu schwingen und somit einen Teil der lateinamerikanischen Lebensfreude mitzuerleben.

Die Vermarktung als Touristenland sollte den Touristikunternehmen nicht schwer fallen. Wie kommt es also, dass trotzdem nur so wenige Urlauber den Weg in das Ferienparadies finden?
Diese Frage lässt sich zugleich mit dem Hauptproblem des Landes beantworten: Der riesigen Armut, die dort herrscht.
Bei einer Einwohnerzahl von rund 7 Millionen, leben etwa 80(!) % unterhalb der Armutsgrenze. Damit gehört Honduras neben Nicaragua und Haiti zu den drei ärmsten Ländern Lateinamerikas. Diese Armut hat mehrere Ursachen, doch das Hauptproblem liegt wahrscheinlich in der unendlich großen Menge von Jugendlichen, die keine Arbeit finden, da sie nie zur Schule gehen konnten und ihnen somit die nötigen Qualitäten fehlen, um in der Arbeitswelt bestehen zu können.
Jugendliche im Alter von 15 Jahren können oft weder lesen noch schreiben, rund 30% der Menschen in Honduras sind Analphabeten. Die schlechte Schulbildung ist das Resultat eines Mangels von qualifizierten Fachkräften an den Schulen. So gibt es oft für eine Schule nur ein oder zwei Lehrer, deren fachliche Kompetenz nur auf der eigenen Schulbildung basiert, da sie in den wenigsten Fällen selbst studiert haben. Zum anderen stellt sich aber auch für die Familien das Problem der Finanzierung. Zwar sind staatliche Schulen umsonst, doch kosten sowohl die Anschaffung der nötigen Schulbücher, als auch der Kauf der Schuluniform Geld, das die Familien in den meisten Fällen nicht aufbringen können. Da häufig sogar das nötige Geld fehlt, um die oft sehr kinderreichen Familien ernähren zu können,
bleibt den Kindern und Jugendlichen als Ausweg zumeist nur die Arbeit auf Plantagen oder die Straße, d.h. Prostitution, Drogenhandel und Diebstahl. Der Weg in die Kriminalität wird ihnen leicht gemacht, denn so genannte „Maras“, organisierte Jugendbanden, beherrschen die Straßen und bieten scheinbaren Schutz vor den Milizen des Staates und darüber hinaus ein Gemeinsamkeitsgefühl, welches die Kinder, die aus zerrütteten Familien kommen, dankbar annehmen. Doch was für die Kinder und Jugendlichen auf den ersten Blick die einzige Überlebenschance zu sein scheint, führt sie häufig in den sicheren Tod. Denn Gewalt ist unter den Jugendlichen an der Tagesordnung. „Misstraue jedem, wenn du überleben willst“, lautet das Motto.
Aber nicht nur die Jugendlichen untereinander neigen zu extremer Kriminalität und Brutalität. So gibt es zahlreiche Indizien dafür, dass die Regierung private Sicherheitsdienste und Polizei auf die Kinder ansetzt, um die Straßen zu „säubern“. Dieses Wahlversprechen gab der amtierende Präsident Ricardo Maduro bereits bei der Präsidentschaftswahl 2001 und er setzte es konsequent um. Die Lösung der Regierung zu dem Problem lautet also Bekämpfung, statt Schaffung von Lebens –und Berufsperspektiven. Eine Entwicklungshelferin berichtete: „Ich bin auf den Straßen Jungen und Mädchen begegnet, denen in diesem Land die Kindheit und das Recht auf Leben geraubt wird. Aber keines dieser Kinder bat um Mitleid, Hilfe oder Barmherzigkeit. Sie sagten nur: „Wir wollen in die Schule gehen und lernen, und wir wollen dieses trostlose Leben hinter uns lassen und in Frieden und ohne Angst vor dem Tod aufwachsen dürfen.“
Was diese Kinder als einen fast unerfüllbaren Traum beschreiben, ist für die meisten Menschen in Deutschland fast selbstverständlich. Wer von uns muss schon jeden Morgen mit der Angst und der Ungewissheit aufwachsen, den Tag nicht zu überleben? Essen, Kleidung und Schulbildung sind für diese Menschen purer Luxus. Dinge, die wir in unserer größtenteils doch sehr behüteten Welt als gegeben und selbstverständlich hinnehmen und deren Wert wir oft verkennen, weil sie so normal für uns sind. Bildung ist bei uns kein Privileg, sondern eine Normalität, von manchen sogar als lästig und überflüssig empfunden.
Wir haben uns deshalb entschieden an unserer Schule ein Projekt zu gründen, welches ein Kinderheim in Honduras unterstützt.
Das Kinderheim heißt „Proyecto AHLE“, was die Kurzform ist für „Accion Humana de la Luz Eterna“ und übersetzt „ Aktion Mensch des ewigen Lichtes“ bedeutet.
Dieses Kinderheim wird von einer deutschen Stiftung mit Namen Acción-Humana (Aktion Mensch) getragen und finanziert sich ausschließlich über Spendengelder. Momentan sind etwa 40 Kinder in dem Projekt, das 2000 mit dem Ziel gegründet wurde, Straßenkindern langfristig durch Erziehung und Bildung eine Perspektive für ihr späteres Leben zu geben.
Zu diesem Zweck wurde eine Computerschule für das Heim errichtet, in welcher die Kinder täglich Unterricht bekommen. Außerdem ist eine Gesamtschule an das Projekt angeschlossen, welche die Möglichkeit bietet, eine Art Abiturabschluss zu machen.
Wir haben uns überlegt, dass man dieses Kinderheim in Honduras durch ein Projekt an unserer Schule durch verschiedene Aktionen unterstützen kann, wie z.B. den Spendenlauf, der im Rahmen unseres Schulsportfestes stattfand und ein riesiger Erfolg war (etwa 2000 (!) Euro).

Die Idee für ein solches Projekt an unserer Schule entstand, als ich 2002 mit meiner Familie nach Honduras reiste, um dort einen alten Freund meiner Eltern zu besuchen, der als Vertreter von Acción-Humana, dieses Kinderheim vor Ort mit betreut und uns somit dorthin brachte.
Die Herzlichkeit und Lebensfreude, aber vor allem die unendliche Gastfreundlichkeit, die ich dort erleben durfte, trotz der Armut dieser Menschen, hat mich so sehr fasziniert, dass ich, zurück in Deutschland, zusammen mit meiner Familie und Freunden beschloss, das „Honduras-Projekt“ ins Leben zu rufen. Wer mehr Informationen über das Projekt und das Kinderheim in Honduras bekommen möchte, kann sich gerne unsere Webside (siehe unten) anschauen, auf der sich außerdem zahlreiche Bilder und unsere jeweils aktuellen Aktionen befinden.
Ich denke, dass dieses Projekt sich gerade wegen der persönlichen Kontakte dorthin sehr gut für ein Schulprojekt eignet und danke Ihnen/euch schon jetzt für Ihr/euer Interesse und Unterstützung!

Informationen
Fakten
  • Flagge von Honduras
  • Amtssprache: Spanisch
  • Staatsform: Präsidialrepublik
  • Hauptstadt: Tegucigalpa
  • Präsident: José Manuel Zelaya Rosales
  • Einwohnerzahl: 6.823.568 (Juli 2004)
  • Fläche: 112.090 km²
  • BIP/Einwohner: 993 US-Dollar (2004)
  • Währung: Lempira
  • Durchschnittsalter: 19,15 Jahre

Vergleich mit Deutschland
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